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100 % holzfrei im buchreport Hamburg, April/Mai 2009. Im buchreport spezial in der Mai-Ausgabe des buchreports unter Verlagsherstellung/-management findet man einen Artikel von Geese Papier über 100 % holzfreie Papiere. In ihm wird das klare Statement seitens Geese Papier zu 100 % holzfreien Papieren bekräfigt. Der Artikel lautet: Manche blicken derzeit erstarrt aufs E-Book wie ein Kaninchen auf die Schlange. Zu unrecht: Es lohnt sich für viele Verlage, die Ausstattung ihrer Bücher zu verbessern. Ein schöner Einband, gute Typografie, möglichst Hardcover und schönes Papier werden noch wichtiger als sie heute bereits sind. Bei entsprechend guter Ausstattung tritt auch die Frage des Preises beim Kauf in den Hintergrund gegenüber dem „Gesamtkunstwerk Buch“. Dieses Gesamtkunstwerk soll auch nach Jahren im Bücherregal noch schön sein, und da wird der Unterschied zum E-Book noch deutlicher. Bei E-Books ist man zwar bestrebt, die Lebensdauer zu erhöhen, doch von „unendlich“ ist man weit entfernt. Wo liegt man dort? Bei 5 bis 7 Jahren? Oder vielleicht bei 10 bis 20? Auf dem Feld der Alterungsbeständigkeit hat das gute alte Buch noch einige Jahrhunderte Vorsprung – wenn man das richtige Material einsetzt. Holzfreies und damit alterungsbeständiges Papier ist die Grundlage dafür. Alterungsbeständgkeit bedeutet hier, dass das Material für die Aufbewahrung von unbegrenzter Zeitdauer in Archiven, Bibliotheken und Museen geeignet ist. Für alterungsbeständiges Papier gibt es die Norm DIN ISO 9706, in der der „Verzicht auf verholzte Fasern (Lignin)“ festgelegt wurde. Diese verholzten Fasern sind für die Vergilbung des Papiers verantwortlich, ein Verzicht darauf ist für die Alterungsbeständigkeit von Papier daher unabdingbar. Doch wer sich auf diese Norm verlässt, sollte auch wissen, dass es weitere Vorschriften gibt, die einen gewissen Spielraum bei der Angabe des Gehaltes an verholzten Fasern lassen. In der bereits 1993 gestrichenen DIN-Norm 827 wurden 5% Abweichung noch als zulässig beschrieben. Nachweislich werden aber selbst diese 5% gerne überschritten, so dass bedauerlicherweise auf dem Markt Papiere mit bis zu 30% Holzschliff noch mit der DIN ISO 9706 deklariert werden. Die Verwendung verholzter Fasern ist für viele Papierhersteller ein einfaches Mittel, dem Werkdruckpapier ein höheres Volumen und damit die charakteristische Haptik geben zu können. Auf die Nebenwirkungen wie Vergilbung und sogar Geruchsbildung wird von solchen Lieferanten nicht hingewiesen. In den „Frankfurter Forderungen zur Verwendung alterungsbeständiger Papiere für die Buchherstellung“ wird beispielsweise gefordert, dass ausschließlich Zellstoffe ohne verholzte Fasern für die Papierherstellung verwendet werden. Das Papier soll also 100% holzfrei sein. Dieser Forderung schließen wir uns als Spezialist für Verlagspapiere ebenfalls an. Wenn wir ein Papier als 100% holzfrei deklarieren, dann ist in dieser Bezeichnung kein Spielraum für Toleranzen von 5 oder gar 30%. So erreichen Bücher auch die angestrebte „unendliche“ Lebensdauer und unterscheiden sich nachhaltig von den in diesen Tagen im Mittelpunkt der Aufmerksamkeit stehenden E-Books. |
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